Kabinettausstellung Monika Bertermann | Schloss Kummerow

Kabinettausstellung
Monika Bertermann

Künstlerin und Ausstellungszeitraum

Anlässlich der momentanen Situation werden wir uns den öffentlichen Museen anschließen und unsere Eröffnungsveranstaltung am 03.04.2020 absagen.
Für weitere Informationen zu den allgemeinen Öffnungszeiten können wir Ihnen vorerst noch keine Auskunft geben. Wir bitten um Ihr Verständnis und halten Sie über unsere Website informiert.

Ausstellung/Künstlerin
TRANSFORMATIONEN
MONIKA BERTERMANN
Fotografie und Installation

10. April – 7. Juni 2020
Eröffnung: 9. April 2020, 18:00 Uhr
Einführende Worte von Frau Dr. Regina Erbentraut, Kunsthistorikerin

Über die Ausstellung TRANSFORMATION

Die Fotografische Sammlung – Schloss Kummerow präsentiert die temporäre Ausstellung TRANSFORMATIONEN von Monika Bertermann. Die Kabinettausstellung zeigt Arbeiten mit Röntgenbildfolien.

Zwiegespräch zwischen der Künstlerin Monika Bertermann und Juliane Henke von der Fotografischen Sammlung – Schloss Kummerow

1. Frau Bertermann, Sie arbeiten mit einem außergewöhnlichen Material, um Ihre Kunstwerke zu erschaffen, wie kam es dazu? Und was ist Ihre Intension/ Beziehung zu diesem Werkstoff?

MB: Das Röntgenbild bildet seit einigen Jahren den Arbeitsschwerpunkt meiner Künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Wandlungsprozesse“. Vor mehr als 20 Jahren wurde das traditionelle Röntgenbild, als diagnostisches Mittel im bildgebenden Verfahren, von der Digitaltechnik verdrängt. Da ich viele Jahre in einem mittleren medizinischen Beruf arbeitete, gehörten analoge Röntgenbilder zu meinem Arbeitsumfeld und ich begann, alte, medizinisch nicht mehr relevante Aufnahmen zu sammeln. Diese Folien haben einen besonderen ästhetischen Reiz. Sind sie doch auf das Wesentliche konzentriert und bilden ausschließlich Licht und Schatten ab. Die Haptik der Folien bietet darüber hinaus diverse experimentelle Gestaltungsmöglichkeiten.

2. Der Titel Ihrer Ausstellung ist „Transformationen“. Dieser Begriff beinhaltet Änderung, Erneuerung oder auch Umgestaltung. Inwiefern beziehen sich diese Begriffe auf Ihr Werk?

MB: Wie bereits erwähnt, veränderte die medizintechnische Umgestaltung in modernere Diagnostikverfahren das bisher Traditionelle. Nichts bleibt wie es ist. Altes wird durch Neues ersetzt. Neues ist ständig am „Werden“. Auch ich verändere vorhandene Röntgenbildflächen. Zunächst nutzte ich sie als Malgrund, später für experimentelle Materialdrucke, Collagen und Schablonentechniken. Ich zerstöre und zerschneide sie, montiere die entstandenen Fragmente zu neuen Bildobjekten und Installationen. Es entstehen völlig neue Bildaussagen.

3. Das herkömmliche Röntgenbild zeigt eine Abbildung des dreidimensionalen Objektes auf einer zweidimensionalen Fläche. Es gibt also durchaus Beziehungen zur Fotografie. In Ihren Werken führen Sie diese Zweidimensionierung zurück ins Körperliche – geben ihnen wieder eine Form. Werden diese Formen durch das Material und dessen Inhalt beeinflusst?

MB: Das analoge Röntgenbild zeigt die Abbildung von Röntgenstrahlen auf einer zwei-dimensionalen, beidseitig beschichteten Fotofolie. Feste Strukturen bleiben auf der Abbildung transparent und ermöglichen so einen Lichteinfall, ähnlich einer Fensterscheibe. Die Flexibilität des Folienmaterials und seine Festigkeit erlauben es mir, die Aufnahmen zu Objekten zusammenzufügen, sie wieder körperhaft werden zu lassen. Es sind einfache geometrische Formen ohne Bezug zu menschlichen Körpern. Die partielle Transparenz, mit dem Spiel des einfallenden Lichtes, nutze ich dabei gestalterisch. Im Mittelpunkt steht ausschließlich das Material, Abbildungen sind unrelevant.

Biografie und Einzelausstellungen
Monika Bertermann

Biografie Monika Bertermann

2018 Ankauf der Sammlung des Landes MV
2017 Arbeitsstipendium Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg/Vorpommern
2007 Aufnahme in den BBK MV
2006 Ende der Mitgliedschaft im BDK
2003 Mitglied im „Pommerschen Künstlerbund“
2003 künstlerische Beratung durch den Neubrandenburger Maler Karl-Heinz Wenzel
1993 Fernkurs für Malerei/Grafik an der „Axel-Anderson-Akademie“ Hamburg
1991 autodidaktische Arbeiten in der Malerei/Grafik
Fachschulausbildung und Arbeit als Krankenschwester
1951 geboren in Thale (Harz)

Einzelausstellungen Monika Bertermann

2019 Sparkasse Mecklenburg/Strelitz, Neustrelitz
2019 Galerie Neustrelitz, Neustrelitz
2019 Hotel am Ring, Neubrandenburg
2018 Kirche, Lassan
2018 AOK Nordost, Berlin/Neubrandenburg
2017 Sparkasse, Waren/Röbel
2016 Dorfkirche, Zachow
2014 Biotechnikum, Greifswald
2011 Galerie Kierat des ZPAP, Stettin
2010 Ärzte- und Apothekerbank, Rostock
2009 Rathausgalerie, Greifswald